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 Thrash Metal

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PostSubject: Thrash Metal   16/2/2008, 20:30

Thrash Metal






Definition

Thrash Metal (englisch to thrash: dreschen/prügeln) entstand Anfang der 1980er Jahre als schnellere und extreme Spielart des Metal.
Oftmals wird der Thrash Metal als eine Verschmelzung der Energie und Geschwindigkeit des Hardcore Punk und den Techniken des New Wave of British Heavy Metal bezeichnet. Der ursprüngliche Thrash Metal zeichnet sich vor allem durch schnelles und präzises Riffing aus. Oftmals wurde nur die offene E-Saite in Verbindung mit Powerchords verwendet. Thrash Metal wird allgemein als Ausgangspunkt für die extremen Metalstile, besonders Death Metal, angesehen.

Die Anfänge in den 80ern
Die Vorgeschichte des Thrash reicht bis in die späten 70er Jahre zurück. Besonders zwei Bands werden allgemein als größte Einflüsse betrachtet, nämlich Motörhead und Venom. Allgemein gilt „Kill 'em All“ von Metallica aus dem Jahr 1983 als erstes richtiges Thrash-Metal-Album. Neben Metallica stammen auch viele andere wichtige Thrash-Bands aus der San Francisco Bay Area, darunter Exodus, Testament und Death Angel. Grob lässt sich sagen, dass Bands wie Exodus, Slayer oder Dark Angel einen eher brachialeren und weniger melodiösen Stil verfolgten, während Bands wie Metallica, Megadeth oder Death Angel vielfältiger, melodiöser und etwas experimentierfreudiger waren.
Ein weiteres wichtiges lokales Zentrum des Thrash Metal war der Großraum New York/New Jersey an der US-Ostküste. In diesem Gebiet entstanden teilweise unter dem Einfluss des Hardcore-Punk stehende Bands wie Overkill, Anthrax oder Nuclear Assault, ferner war auch das Pionier-Label Megaforce Records in New York ansässig, welches die Debütalben u. a. von Metallica, Overkill und Anthrax veröffentlichte.
Eine weitere blühende Underground-Szene bildete sich in Deutschland mit Gruppen wie Destruction, Living Death, Kreator, Violent Force, Tankard, Angel Dust oder Sodom. Kennzeichnend für den deutschen Thrash Metal war das breite Spektrum an Stilen, mit denen der Thrash dort wechselwirkte. So hatten z. B. die Speed-Metal-Bands Helloween und vor allem Running Wild einst einen sehr viel rauheren, an den „Speed-Thrash“ der frühen Tage angelehnten Stil, während andererseits Sodom, Kreator und Destruction in musikalischer Hinsicht den größten Einfluss auf den skandinavischen Black Metal der so genannten „ersten Welle“ ausübten.
Der Höhepunkt der Thrash-Metal-Bewegung war zwischen 1986 und 1988 erreicht. Manchmal wird von 1988 oder 1989 zumindest bezüglich des Bay-Area-Thrash als Thrash-Metal-Depression gesprochen, da der Enthusiasmus in der Szene damals etwas abflaute. Der Thrash-Trend wurde durch den Death-Metal-Trend verdrängt.
In den 80ern begannen zudem einige Bands, mit gestiegenem technischen Können den Stil um komplexere Songstrukturen, modernere Texte und andere musikalische Feinheiten (komplexe Rhythmik, elektronische Effekte etc.) zu erweitern. Manchmal spricht man nach der 2nd Wave Of Thrash auch von Technical-Thrash oder Progressive-Thrash. Beispiele für Bands dieses Stils sind Voivod und Watchtower.
Bezogen auf den US-Thrash werden die Bands Anthrax, Megadeth, Metallica und Slayer als „Big Four“ des Thrash bezeichnet.
In Deutschland spricht man von Sodom, Kreator und Destruction als dem „Dreigestirn des Thrash“.

Der Neo-Thrash der 90er
In den frühen 90er Jahren litten die „großen“ Thrash-Bands allerorts im Zuge der Popularität des Grunge und des Alternative Rock an chronischer Erfolglosigkeit. Metallica und Megadeth spielten nun melodischere, weniger aggressive und deshalb von den älteren Fans als „soft“ beschimpfte Musik, mit der sie ein Millionenpublikum erreichten. Andere Bands folgten diesem Trend nicht und gerieten in Orientierungslosigkeit. Einige Bands wie z. B. Death Angel lösten sich auf, Overkill (I Hear Black) und Testament (The Ritual) verwirrten ihre Fans mit düsteren stilistischen Experimenten und Anthrax trennten sich von ihrem Sänger Joey Belladonna.
Inmitten dieses Chaos tauchten auf einmal neue, recht unbekannte Bands wie Pantera, Machine Head oder Prong auf. Ihr als „Neo-Thrash“ bezeichneter Stil orientierte sich am Thrash der 80er, modernisierte diesen jedoch um wesentlich rauheren Gesang und eingängigere Songstrukturen, ohne dabei jedoch ähnlich kommerziell wie Metallica zu Zeiten des „Schwarzen Albums“ zu klingen. Im Gegensatz zu den Heroen der vorangegangenen Dekade waren Musiker wie Phil Anselmo, Dimebag Darrell (Pantera) oder Rob Flynn (Machine Head) sehr viel telegener und bezogen auf ihren Status als Musiker sehr viel abgehobener. Pantera z. B. setzten es sich selbst zum Ziel, „die Härtesten zu sein“. Der Erfolg war ihnen in der Zeit nach der Grunge-Welle jedenfalls sicher, und mit hohen Platzierungen in den US-Charts waren die nächsten MTV-Helden nach Kurt Cobain geboren.

Revival
Anfang 2000 startete ein Thrash-Revival der „alten Schule“, sprich eine Art Wiederauferstehung, welche sich bis heute fortsetzt. Bands wie Destruction oder auch Exodus haben wieder zusammengefunden und knüpfen an ehemalige Erfolge an.
Auch Kreator kehrten nach einer experimentellen Phase in den neunziger Jahren wieder zum Thrash Metal zurück. Bedingt dadurch ist natürlich auch wieder vermehrt das Augenmerk auf den Underground gerichtet, welcher zwar auch vor dem Revival sehr aktiv war, aber erst seitdem wieder mehr Beachtung erfährt. So wären z. B. Bands wie Reflection, Contradiction oder Psychotron zu nennen. Auch Accuser (jetzt Scartribe) haben, ebenso wie die „legendären“ Iron Angel und Vendetta, wieder einen Neuanfang gestartet. Aber der Untergrund bringt immer wieder neue Hoffnungen dieser Spielart zum Vorschein.

Quelle: http://www.metalcharts.de
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